Ein Sonntagskind! Geboren in Luxemburg am 12.09.1965 im Sternzeichen der Jungfrau. Nach dem chinesichen Horoskop kam ich im Jahr der Holz-Schlange zur Welt.
Mutter eines 23jährigen Sohnes.
Abschlussstudium! Brevet technique supérieur (BTS) Direktionsassistentin.
Karriereabschluss: Persönliche Ministerassistentin (secrétaire particulière) in Luxemburg.
Heute: Vollzeit Autorin / Coach
Erster Job und Reise durch die Berufswelt
Nach 4jähriger Tätigkeit in meinem ersten Job, als Mitarbeiterin einer soliden, luxemburgischen Bank, trieb es mich bereits hinaus ins Abenteuer. Zum Schrecken meiner Familie kündigte ich den "sichersten Job der Welt" und wechselte zu einer in Luxemburg ansässigen amerikanischen Firma; die General Motors. Eine wunderbare Zeit in der ich mich einer meiner Leidenschaften hingeben konnte, den Sprachen. Luxemburgisch, Deutsch, Französisch, Englisch und Italienisch kamen alltäglich in Gebrauch. Nach einigen Jahren jedoch, wurde er mir langweilig und wieder stand ein Wechsel bevor. So reiste ich durch die Berufswelt, sammelte Eindrücke, Erfahrungen und Ideen für meine Texte und späteren Manuskripte. Bereits seit meiner Kindheit trug ich quasi immer einen Schreibblock bei mir. Dann wurde ich "sesshaft" als Ministersekretärin. Der Job machte mir auch super viel Spaß. Mittlerweile bin ich Vollzeitautorin und Coach und lebe meine Leidenschaft täglich.
Erstes Schreiben und der Weg zur Publikation
Schriftstellerin, Autorin! Es klingt heute noch wie ein Traum. Als Kind dachte ich immer, Schriftsteller(innen) gibt es nur in Amerika. Trotzdem habe ich immer geschrieben. Tagebücher, Gedichte und Geschichten; als Teenager meine ersten Kurzgeschichten. Für mehr reichten damals sicherlich weder meine Lebenserfahrung, noch meine sprachlichen Kenntnisse. Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass eine Devise mein Leben seit ewig prägt. Nichts in unmöglich! Wenn man an etwas glaubt und den nötigen Biss hat, kann man es schaffen.
Vor mehr als dreissig Jahren habe ich also mein erstes Manuskript (es liegt noch heute unveröffentlicht in einer Schublade) in Angriff genommen. Damals war das nicht so einfach, wie heute. Der Zeitaufwand war größer und es erforderte viel Geduld, denn damals besaß ich keinen Computer. Nur eine Schreibmaschine; immerhin schon eine elektrische. Die besaß auch nicht jeder im Jahre 1980. Als ich diese Zeilen vorbereitet habe, stellte ich fest, dass ich diese Schreibmaschine noch immer besitze. Zum ersten Mal wurde mir bewusst, was das bedeutet, für mich, später vielleicht mal für meinen Sohn, wenn er Mamas uralte Schreibmaschine erbt. Dabei wollte ich sie bereits vor vielen Jahren aus Platzmangel verkaufen.
Heute besitze ich einen Mini-Laptop, einen Laptop, ein Ipad und einen Flachbildschirm-Computer. Ich kann schreiben, wann und wo ich will. In den 80er Jahren fertigte ich meine Texte handschriftlich an, um sie später zu tippen. Das war mühselig, denn Tipp-Ex gab es nur in flüssiger Form, und er klumpte schnell. 1985, trat ich dann meine erste Stelle als Sekretärin an und hatte endlich den heißersehnten Computer zur Verfügung. Ich begann meine Texte auf Disketten zu übernehmen, natürlich ausschließlich in den Mittagspausen oder an den Abenden, wenn alle Kollegen das Büro bereits verlassen hatten. So begann mein Weg in die Publikation: Mit einem Kindheitstraum und einer Schreibmaschine.
Die Publikation oder besser ... Abenteuer erstes Buch
Im Frühjahr 2004 schickte ich mein erstes (bis heute nicht veröffentlichte) Manuskript an die damals ansässigen Verlage in Luxemburg. Im Sommer griff ich zum Telefon und fragte höflich nach, ob mein Manuskript wohl angekommen wäre und ob man es gelesen hätte. Höflich erklärte man mir, dass man bereits ausgelastet sei und/oder mein Manuskript nicht in die Philosophie des Verlages passte …
Letzter Versuch: Anruf bei der Editions Saint Paul; am anderen Ende, der Verlagsdirektor höchstpersönlich. Oh ja, er habe mein Manuskript gelesen. Oh ja, es gefalle ihm sehr …, aber hier in Luxemburg würde es sich nur dürftig verkaufen. Er meinte, wenn der Schauplatz Luxemburg wäre (im unveröffentlichten Manuskript ist es ist Liechtenstein), dann würde es Leser finden. Wir plauderten noch etwas, kaum aufgelegt, sprudelten die Ideen. Kurz darauf begann ich ein neues Manuskript, mit Schauplatz in Luxemburg! So entstand: Das Rousegäertchen-Komplott.
Kurze Rede, langer Sinn: Am 12. September 2005 (am Tag meines 40. Geburtstages) unterschrieb ich den Vertrag beim Verlag und im März 2006, war es dann soweit. Das Rousegäertchen-Komplott lag in den Vitrinen renommierter Bücherläden hierzulande.
Ein Kindheitstraum war Realität geworden und so begann für mich eine Reise. Ich vergleiche sie gerne mit einer Reise in einem Zug. Verschiedene Stationen kennt man, aber je nachdem wie die Weichen stehen, fährt der Zug auch in unbekannte Gefilde und es wird abenteuerlich. Seit mehr als zwanzig Jahren steige ich immer mal wieder aus meinem Zug und erlebe eine weitere Station auf meiner abenteuerlichen Reise.
Die Gründung von crime.lu
Ein weiteres Highlight auf meiner Reise war der 7. Juli 2023. An diesem Tag habe ich gemeinsam mit drei Kollegen, Didier Debord, Pierre Decock und Gaston Zangerlé, crime.lu gegründet. Crime.lu ist eine Kollektion von Krimis, die einen starken Bezug zu Luxemburg hat, sei es durch den Schauplatz oder durch die Autoren selbst. Die Werke erscheinen in den Sprachen, die in Luxemburg gesprochen werden. Mittlerweile umfasst die Kollektion rund 30 Titel. Ergänzend dazu wurde auch die Reihe „crime detective Junior“ ins Leben gerufen, die sich an ein jüngeres Publikum richtet. Mitbegründerin zu sein, macht mich enorm stolz. Die Mitwirkung an diesem Projekt hat es mir ermöglicht, meine Erfahrung als Autorin in einen größeren Kontext einzubringen und aktiv an der Entwicklung und Sichtbarkeit der Luxemburger Kriminalliteratur mitzuwirken.
Schreibateliers und Coaching
Seit 2025 gebe ich zudem Schreibateliers und biete Coaching an. Dabei begleite ich Menschen dabei, ihre Ideen zu klären, Gedanken zu ordnen und eigene Projekte in eine klare Form zu bringen. So kann ich meine Leidenschaft für das Schreiben weitergeben und andere auf ihrem kreativen Weg unterstützen.